Bürgermeister Manfred Horf, Kreisstadt Merzig
Zur Stärkung der dörflichen Strukturen sollen die einzelnen Orte nicht mehr losgelöst für sich allein betrachtet werden, sondern eine ganze Region mit all ihren Stärken, um so Synergieeffekte untereinander zu erzeugen. Aber auch den vorhandenen Schwächen kann bei einer gemeindeübergreifenden Betrachtung wesentlich besser entgegengetreten werden.
Über den Zusammenschluss mehrerer Nachbargemeinden soll daher ein entsprechendes integriertes ländliches Entwicklungskonzept - kurz ILEK - erarbeitet werden. Dieses ILEK bildet auch die Voraussetzung einer Förderung nach den anerkannten Richtlinien.
Die Kreisstadt Merzig beteiligt sich außer an dem "ILEK Saargau" inzwischen auch an einem zweiten Konzept, dem "ILEK Saar-Obermosel". Neben der rheinland-pfälzischen Verbandsgemeinde Saarburg und den saarländischen Gemeinden Mettlach und Perl nimmt die Kreisstadt Merzig hier mit den Stadtteilen Ballern, Besseringen, Brotdorf, Büdingen, Fitten, Merchingen, Schwemlingen, Wellingen und Weiler teil.
Bei der Erarbeitung der neuen gemeindeübergreifenden Konzepte ist es erforderlich, dass vor allen Dingen auch die Bürgerinnen und Bürger mit einbezogen werden.
Die Erstellung der regionalen Stärken-Schwächen-Analyse mit Erarbeitung eines Regionalprofils ist ein erster Schritt, dem weitere folgen.
Gerade unter Berücksichtigung der demographischen Entwicklung soll durch die gemeindeübergreifende Zusammenarbeit nach neuen Lösungsansätzen gesucht werden.
Dort, wo die kleine Einheit eines Dorfes diesen kommenden Problemen vielleicht hilflos gegenüber steht, kann nun eine ganze Region ihr eigenes Profil mit Leitbildern, Zielen, Entwicklungsstrategien finden.
Das alte Denken, dass jeder für sich allein vor sich hin "wurschtelt" und den Nachbarn als Konkurrent sieht, hat keine Zukunft mehr, denn nur gemeinsam kann man diese schwierigen Aufgaben bewältigen.
Daher wäre es zu wünschen, wenn die ILEK's folgende Ziele erreichen könnten:
Die Infrastruktur der Dörfer soll so verbessert werden, dass zumindest die Grundversorgung gesichert ist, wie zum Beispiel durch Nachbarschaftsläden.
Durch den Zusammenschluss benachbarter Dörfer werden Maßnahmen, welche für jeden einzelnen Ort nicht mehr leistbar sind, wieder möglich (z.B. Sportinfrastruktur).
Durch ein gemeinsames Auftreten sollten insbesondere die regionalen Produkte wesentlich besser vermarktet und durch die Stärkung der eigenen Identität das touristische Potential noch besser ausgenutzt werden.
Wichtig ist jedenfalls, dass das ILEK spürbare Verbesserungen für die Bevölkerung bringt.
In diesem Sinne wünsche ich dem "ILEK Saar-Obermosel" eine produktive Zusammenarbeit aller Akteure mit dem Ergebnis zahlreicher förderfähiger und dann hoffentlich auch umgesetzter Projekte und Maßnahmen.
Manfred Horf, Bürgermeister










