Kreisstadt Merzig

Gemeinde Mettlach

Gemeinde Perl

Landkreis Merzig-Wadern

Ministerium für Wirtschaft und Wissenschaft Saarland

KERNPLAN Gesellschaft für Städtebau und Kommunikation GmbH

Gemeinde Perl

www.perl-mosel.de

Ortsteil Besch

Gemarkungsfläche: 7,82 km2

Einwohnerzahl: 1241 Einwohner (Stand: 31.12.2008)

Der Ortsteil Besch ist der einzige Ortsteil mit direkter Lage an der Mosel und zugleich auch der einzige Ort im ganzen Saarland mit unmittelbarer Mosellage. Der Name Besch wurde vermutlich vom keltischen „Bassius“ und römischen „Bessiacum“ abgeleitet. Im Jahr 893 wurde Besch von König Arnulf dem Trierer Kloster St. Maximin geschenkt und 1433 mit Luxemburg burgundisch. Durch Heirat kam es danach zum Haus Habsburg, im Jahr 1555 zum Königreich Spanien und 1714 zu den österreichischen Niederlanden. 1798 bis 1816 war es Mairie im Kanton Remich und wurde danach preußisch. Charakteristisch sind die hier zahlreichen Feld- und Pestkreuze, worunter das Normannenkreuz (auch Bischof-Walo-Kreuz genannt) als ganz besonders gilt. Das Kreuz liegt an der Straßengabelung „Tettinger Straße / Zu den Mühlen“ und wurde 1688 zur Erinnerung an Bischof Walo von Metz errichtet, welcher der Überlieferung nach das fränkische Heer 882 gegen die Normannen geführt haben soll.

Durch die Erschließung zweier Wohngebiete in den vergangenen Jahren hat sich die bebaute Ortslage erheblich vergrößert. Der alte Ortskern wurde mehrere Jahre im Rahmen einer städtebaulichen Sanierungsmaßnahme aufgewertet. An der B 419 ist ein Gewerbegebiet mit sehr guter Verkehrsanbindung entstanden; es haben sich bereits mehrere Betriebe angesiedelt. Die neugestaltete Moseluferpromenade, an der auch der Moselradweg entlang führt, bietet als Erholungszone Spazier- und Ruhemöglichkeiten. Auf der Bootsrutsche können Kleinboote in die Mosel gelassen werden. (Quelle: www.perl-mosel.de)

Nach oben

Ortsteil Borg

Gemarkungsfläche: 7,98 km2

Einwohnerzahl: 387 Einwohner (Stand: 31.12.2008)

Die Gemeinde Borg wird erstmals 1569 als Filiale der Pfarrei Perl urkundlich erwähnt; jedoch deuten Grabungsfunde, u. a. eine Erdwallburg, auf eine viel frühere Existenz hin. Im Jahr 1743 bekam das Dorf schon seine eigene Kirche und 1749 eine Schule. Politisch gehörte es zu St. Alban in Trier, zu den Bistümern Metz und Trier sowie zum Herzogtum Luxemburg. Im Zeitraum 1816 bis 1840 war Borg Bürgermeisterei und seit dieser Zeit war es mit dem Amt Perl vereinigt. Ein historisches Gebäude ist der 2 km vom Ort entfernte Pillingerhof, ein ehemaliges luxemburgisches Schloß, welches heute als landwirtschaftliches Gehöft genutzt wird.

Die Pfarrkirche St. Johannes der Täufer aus dem Jahr 1728 wurde 1921/22 erneuert. Dem Bau war jedoch keine lange Lebensdauer beschieden. Im ersten Kriegsjahr 1939 wurde er bereits zerstört und nach dem Krieg wieder aufgebaut. In der Kirche sind 3 Barockaltäre zu sehen. Vor der Kirche befinden sich Grabsteine aus dem 18. Jh. und zehn alte Kreuzwegstationen von 1819 in Rokokoformen. Seit 1987 werden im Zuge archäologischer Ausgrabungen des Landkreises Merzig-Wadern und der Kreiskulturstiftung die Überreste eines römischen Gutshofes freigelegt, teilweise konserviert und rekonstruiert. Die so neu entstandene „Römische Villa Borg“ mit Wohn- und Wirtschaftshaus sowie Badehaus, Küche, Taverne und großzügiger Gartenanlage ist in ihrer Größe und Bedeutung herausragend und ein Besuchermagnet für Menschen aus Nah und Fern. (Quelle: www.perl-mosel.de)

Nach oben

Ortsteil Büschdorf

Gemarkungsfläche: 4,23 km2

Einwohnerzahl: 301 Einwohner (Stand: 31.12.2008)

Das Erscheinungsbild des Ortsteils Büschdorf ist traditionell landwirtschaftlich geprägt. Als „Bizzerdorf“ ist der Ort schon seit dem 10. Jahrhundert bekannt. Im Mittelalter gehörte er den Herren von Meinsberg und Montclair. Zwischen 1814 und 1848 gehört es zur Mairie Orscholz und später zum Amt Freudenburg. Von 1946 bis 1953 war man dem Amt Mettlach angegliedert, seitdem gehörte Büschdorf zum Amt und der späteren Gemeinde Perl. Als Filiale der Pfarrei ist Büschdorf sehr eng mit dem Nachbarort Tünsdorf verbunden, was sich auch im kulturellen Leben niederschlägt. Die 1867 im neuromanischen Stil erbaute Kapelle St. Michael ist nach der Renovierung im Jahre 1986 das Aushängeschild des Ortes.

Aus Mitteln der Dorferneuerung wurde mit erheblicher Eigenleistung der Feuerwehr sowie der Dorfbevölkerung ein Bürgerhaus errichtet, das als Ort der Geselligkeit gerne genutzt wird. Die Erschließung des Baugebietes „Zum Wäldchen“ steigerte die Attraktivität des Ortes nachhaltig. Seit 1991 wird das „Michaelsfest“ alljährlich von der Feuerwehr ausgerichtet und ist seitdem zu einer festen Einrichtung für zahlreiche Besucher aus geworden. (Quelle: www.perl-mosel.de)

Nach oben

Ortsteil Eft-Hellendorf

Gemarkungsfläche: 9,92 km2

Einwohnerzahl: 302 Einwohner (Stand: 31.12.2008)

Der Ortsteil Eft-Hellendorf liegt am Fuße des Schneeberges, der mit 429 m über NN höchsten Erhebung in der Gemeinde Perl. Der Ursprung des Ortes reicht bis in die Römerzeit zurück und wird erstmals um 1130 mit dem Namen eines Udelin von Hellendorf erwähnt. Die beiden Teile des Ortes werden durch den Leukbach verbunden, der in Eft entspringt. Grundherren im Mittelalter waren die Herren von Niedbrück und das Trierer Domkapitel. 1569 wurde die erste Filialkirche (St. Philippus und St. Jakobus gewidmet) erbaut, von der noch der Turm erhalten ist. Das Kirchenschiff stammt aus den Jahren 1724/25, im Jahr 1908 wurde es um eine Achse in romanischer Form vergrößert. Es sind zwei barocke Altäre und Holzplastiken aus der gleichen Zeit zu sehen. 1855 wurde auch eine Kapelle in Hellendorf erbaut, welche St. Maternus geweiht ist. Eft ist seit 1827 Pfarrei.

Als Ergebnis gelungener Dorferneuerung präsentieren sich die beiden neu gestalteten Dorfplätze in Eft und Hellendorf, die sich harmonisch in das Ortsbild einfügen. Im Rahmen des Flurbereinigungsverfahrens wurde die Quelle der Leuk am Dorfplatz in Eft neu gestaltet. Auch hier verfügt die Bevölkerung nun über ein Bürgerhaus und außerdem wurde die ehemalige Schule Eft unter tatkräftiger Mithilfe aller umgebaut. (Quelle: www.perl-mosel.de)

Nach oben

Ortsteil Keßlingen

Gemarkungsfläche: 2,34 km2

Einwohnerzahl: 133 Einwohner (Stand: 31.12.2008)

Der heutige Ortsteil Keßlingen wurde ebenfalls bereits sehr früh besiedelt. Im Jahr 1309 vermachte Gertrud von Keßlingen diesen Ort der Abtei Mettlach als Allodialgut. 1428 wurde Thielmann von Neumagen Lehnsherr. Weitere Grundherren waren die Abtei Mettlach, das Domkapitel Trier sowie die Herren von Warsberg und Greiffenklau.

Aus dem 18. Jahrhundert stammt die unter Denkmalschutz stehende Dorfkapelle St. Jakobus mit kunstvollem Schieferturm, spätgotischem Chor und neugotischem Portal aus dem 19. Jh. mit aufgeteiltem Turmhelm (Zeltdach, achtseitig fortgeführt mit Zwiebelhauben, Laternen und Spitze) und einem Säulenaltar aus Holz mit römischem Inschriftstein als Untersatz des Altars. Eine Figurengruppe aus Eichenholz stellt die „Siebenschläfer“ dar und erinnert an Keßlingen als Wallfahrtsort der früheren Zeit.

Als Erhaltungsmaßnahme der Neuzeit steht der Jakobsbrunnen in der Ortsmitte. Hier wurde mit viel Hingabe der Brunnen selbst wie auch der Platz, der ihn umgibt, im Jahre 1993 neu gestaltet. (Quelle: www.perl-mosel.de)

Nach oben

Ortsteil Münzingen

Gemarkungsfläche: 1,78 km2

Einwohnerzahl: 45 Einwohner (Stand: 31.12.2008)

An der Grenze zu Rheinland-Pfalz liegt der kleinste Gemeindeortsteil Münzingen, welcher aus einer kleinen Gruppe von Bauernhäusern besteht.

Mit der 1958 erbauten Kapelle ist der Ort Filiale der Pfarrei Kirf. Den Namen „Münzingen“ kennt man gesichert seit 1533, als ein Eyrich von Putlyngen Lehnherr war. 1662 ist von den “greiffenklauschen Höfen zu Keßlingen und Münzingen“ die Rede.

Aus dem 18. Jahrhundert steht im Ort noch ein sehr schönes Wendalinuskreuz. (Quelle: www.perl-mosel.de)

Nach oben

Ortsteil Nennig

Gemarkungsfläche: 9,73 km2

Einwohnerzahl: 1068 Einwohner (Stand: 31.12.2008)

Der Ortsteil Nennig ist Grenzort zu Rheinland-Pfalz und Luxemburg. Das Dorf erscheint erstmals als „Nannee“ 924 in einer Urkunde des Erzbischofs Ruetger, bestand aber, wie der römische Mosaikfußboden, die Überreste einer 600 x 1000 m großen römischen Villa und der am Ortsrand befindliche Grabhügel beweisen, schon zur Römerzeit. Spätere Namen von Nennig bis ausgangs des 14. Jh. sind „Nenniche, Ninike, de Nenghe, von Nenche“. Aus dem Mittelalter stammen zwei Schlösser, die 1180 erbaute Wasserburg Berg, welche heute das Spielcasino "Casino Schloss Berg" sowie ein Luxushotel und ein Restaurant der Spitzenklasse (3 Sterne im Guide Michelin) beherbergt. Das zweite Schloss ist das um 1340 erbaute Schloss Bübingen, das gegen Ende des zweiten Weltkriegs zerstört wurde und heute als Ruine nicht mehr frei zugänglich ist.

Etwa 200 m nordwestlich des Römischen Mosaiks steht die Pfarrkirche St. Martin. Auf ein hohes Alter der Kirche weist bereits das Martinspatrozinium hin (meist fränkischen Ursprungs). Die jetzige Kirche wurde 1803-1805 errichtet. Dabei wurde der Turm der älteren Anlage beibehalten. Der beim Neubau wiederverwendete romanische Westturm erhielt beim Anbau ein viertes Geschoß und in den 1870er Jahren einen erhöhten, achtseitigen Schieferturm.

Die Moselpromenade in Nennig mit ihren Campingplätzen erfuhr eine erhebliche Aufwertung durch die Ansiedlung von zwei Restaurants mit Außenterrasse, die zum Verweilen mit herrlichem Moselblick einladen. In diesem Zusammenhang ist auch die Schiffsanlegestelle nahe der Moselbrücke zu nennen, die 1994 fertig gestellt wurde und von Freizeitkapitänen rege genutzt wird. (Quelle: www.perl-mosel.de)

Nach oben

Ortsteil Oberleuken

Gemarkungsfläche: 7,14 km2

Einwohnerzahl: 537 Einwohner (Stand: 31.12.2008)

Oberleuken, einst „Odowines luica“ laut einer Urkunde von 964 genannt, ist nachweislich älter als 1000 Jahre allerdings gibt es eine Fülle von Bodenfunden aus viel früherer Zeit bis etwa um 1500 v.Chr. Schon im 10. Jh. war der Ort eine selbständige Pfarrei. Ab dem 14. Jh. teilte der Leukbach den Ort in Gebiete von Kurtrier und des Herzogtums Lothringen. Erst 1816 gab es unter preußischer Hoheit wieder eine Einheit.

Infolge von Kriegseinwirkungen wurde Oberleuken 1944/45 weitgehend zerstört und die Felder vermint. Die Häuser wie auch die Pfarrkirche St. Gangolf wurden bis 1954 vollständig wieder aufgebaut. Außerhalb des Ortes existiert die Hansenkapelle mit dem Hansenkreuz. Unweit der Kirche befindet sich außerdem ein Soldatenfriedhof des Zweiten Weltkrieges, der zugleich Mahnmal für die Erhaltung des Friedens ist. Auch die deutsch-amerikanische Gedenkstätte in der Nähe des Potsdamer Platzes wurde zum Andenken an die gefallenen Soldaten während des zweiten Weltkrieges errichtet.

Seit 1995 verfügt der Ort über einen neu gebauten Kindergarten, der 50 Kindern Platz bietet. (Quelle: www.perl-mosel.de)

Nach oben

Ortsteil Oberperl

Gemarkungsfläche: 3,04 km2

Einwohnerzahl: 489 Einwohner (Stand: 31.12.2008)

Der Ortsteil Oberperl teilt seine Geschichte mit Perl, mit dem er auch sonst eng verflochten ist. Die alte Kapelle St. Michael in der Ortsmitte wurde im Jahre 1962 durch einen Neubau ersetzt.

Ein großer Sohn des Ortes war der aus dem Hause Maas stammende Pastor Matthias Biringer, der 1680 in die Pfarrstelle Perl eingewiesen worden war. Er hatte sich sehr verdient gemacht um den damaligen Wiederaufbau der im 30-jährigen Krieg zerstörten Dörfer Oberperl, Perl und Sehndorf. 1712 legte er den Grundstein zur Perler Quirinuskapelle und 1716 zur Neuerrichtung der völlig zerstörten Pfarrkirche.

Heute ist Oberperl ein idealer Ausgangspunkt für ausgedehnte Wanderungen bis hin zu unseren französischen Nachbarn. Auf „Naubour“ wurde im Jahr 1991 eine Wassertretanlage nach Kneipp geschaffen.

Sehenswert ist die 1999 als deutsch-französisches Gemeinschaftsprojekt entstandene Friedenskapelle. Sie befindet sich genau an der Grenze zwischen Oberperl und dem französischen Merschweiller in freier Flur und stellt ein Zeichen der europäischen Freundschaft dar. (Quelle: www.perl-mosel.de)

Nach oben

Ortsteil Perl

Gemarkungsfläche: 2,95 km2

Einwohnerzahl: 1937 Einwohner (Stand: 31.12.2008)

Inmitten der Weinberge der Obermosel liegt der Hauptort Perl, schon seit über 1000 Jahren Grenzort zu Lothringen. Der Name eines Hofes “Perl“ stammt erst aus dem Jahre 1160, als Perl zusammen mit Oberperl und Sehndorf reichsunmittelbare, zum Trierer Domkapitel gehörende Herrschaft war. Der bereits im 8. Jh. gegründeten Pfarrei gehörten sieben Filialen des heutigen Saar-Lor-Lux-Raumes an. Zwischen 1795 und 1816 war Perl französisch und Sitz einer Mairie des Kantons Saarburg. 1946 kam es als Amtsbezirk des früheren Kreises Saarburg zum saarländischen Landkreis Merzig-Wadern.

In Perl befinden sich für die Bürger wichtige Einrichtungen wie das Rathaus, die Erweiterte Realschule, das Schengen-Lyzeum, das Hallenbad “PerlBad“, diverse Sportstätten und das Katholische Vereinshaus. Dem Besucher hat Perl auch auf kulinarischer Ebene einiges zu bieten. Neben ansprechenden Hotels genießt man eine hervorragende Küche, verbunden mit dem einheimischen Wein von der Obermosel. Perl ist auch der kommerzielle Mittelpunkt der Gemeinde. Insgesamt fünf Verbrauchermärkte ziehen auch Kunden aus den Grenzgebieten Luxemburgs und Frankreichs an. Im Jahr 1997 wurde die „Seniorengalerie“ eröffnet, ein Alten- und Pflegewohnheim nach modernsten Standards. Sie beherbergt Einrichtungen wie Massagepraxis, Krankengymnastik und Geschäfte. Die Bebauung des Gebietes “Siercker Acht“ brachte Perl einen erheblichen Einwohnerzuwachs und gleichfalls eine beträchtliche Vergrößerung der bebauten Ortslage. In der Ortsmitte liegt der mittlerweile im Eigentum der Gemeinde befindliche Park von Nell, ein großer Erholungspark, dessen unterer Teil im Rahmen des Projektes “Gärten ohne Grenzen“ zu einem Barockgarten umgestaltet wurde; er ist ganzjährig geöffnet. In unmittelbarer Nachbarschaft befinden sich die kath. Kapelle St. Quirinus, Kath. Pfarrkirche St. Gervasius und St. Protasius, sowie das Palais von Nell.

Vom ursprünglichen Bau der kath. Pfarrkirche St. Gervasius und St. Protasius steht heute nur noch der Turm, an dessen Südseite ein spätgotischer Chor, später ein Schiff mit gerader Decke im Jahre 1716 angefügt wurde. Das Schiff wurde 1928 nach Norden erweitert. Der Kirchenspeicher diente der Überlieferung nach zur Lagerung der Zehntfrucht, daher das runde Treppentürmchen zwischen Chor und Schiff an der Südseite. Nach dem Chronogramm auf dem Rundbogen des Westportals wurde das Schiff 1716 vom Trierer Domkapitel (dem die reichsunmittelbare Herrschaft Perl gehörte) erbaut. Die Kirche ist einheitlich mit drei Holzaltären (1740), einer sechseckigen Holzkanzel, sowie mehreren Holzplastiken (18. Jh.) ausgestattet. An der Pfarrgartenmauer ist unter anderem das Grabmal des Pastors Matthias Biringer (1680 - 1719) aus dem Jahre 1727.

Die Evangelische Kirche wurde 1928/29 erbaut und befindet sich außerhalb des Ortszentrums in der Bahnhofstraße. Mitte der 1970er Jahre kam ein Gemeindesaal hinzu und 1993 bekam die Kirche eine einmanualige Pfeifenorgel. Die 1998 eingebauten neuen Kirchenfenster erzählen Geschehnisse aus der Bibel. Seit 1970 sind die Evangelischen Kirchengemeinden Perl und Mettlach pfarramtlich miteinander verbunden. (Quelle: www.perl-mosel.de)

Nach oben

Ortsteil Sehndorf

Gemarkungsfläche: 2,73 km2

Einwohnerzahl: 222 Einwohner (Stand: 31.12.2008)

Genauso wie Oberperl ist Sehndorf geschichtlich eng mit Perl verbunden. Aus der Römerzeit stammen Reste einer Gutshofanlage und weitere Funde aus der Frankenzeit. Urkundlich erwähnt wurde das Dorf erstmals 1129 durch die Übertragung eines Gutes in “Siegendorf“ an den Trierer Dom. Wallfahrten führen auch heute noch zur Fatimakapelle hoch über dem Ort am Rande der Weinberge. Das stilgerecht restaurierte Winzerdorf hat in der Ortsmitte einen schönen alten Waschbrunnen aus dem 19. Jh. Dieser fügt sich harmonisch in das im Rahmen der Dorferneuerung geschaffene Gesamtbild ein. Lohn der Anstrengungen waren die Goldmedaille im Landeswettbewerb “Unser Dorf soll schöner werden“ 1993 und die Silbermedaille auf Bundesebene. Auch überregional wurde Sehndorf mit dem Sonderpreis im “Europäischen Dorferneuerungswettbewerb“ 1996 bedacht.

Die kath. Marienkapelle von 1843 beherbergt Anfang des 18. Jh. geschaffene Holzfiguren der hl. Katharina und Gertrud. Mit der Fatimakapelle wurde gegen Ende der 1950er Jahre durch Privatinitiative eine weitere Kapelle erbaut. Oberhalb der Weinberge am Waldrand des Atzbüschs gelegen, ist sie Ziel der Lichterprozession an Maria Himmelfahrt und Endpunkt des durch die Weingärten führenden Kreuzweges.

An der Stelle des ehemaligen Pestfriedhofs wurde 1666 ein Pestkreuz errichtet, um das nachträglich eine kleine Kapelle gebaut wurde. (Quelle: www.perl-mosel.de)

Nach oben

Ortsteil Sinz

Gemarkungsfläche: 6,72 km2

Einwohnerzahl: 354 Einwohner (Stand: 31.12.2008)

Der Ortsteil Sinz ist auch heute noch stark von der Landwirtschaft geprägt. Der Ursprung des Ortes geht auf römische und fränkische Besiedlungen zurück. Doch zahlreiche mittelsteinzeitliche, bronze- und eisenzeitliche Funde in der Umgebung belegen, dass die Gegend schon vor der Römerzeit dicht besiedelt war. (Quelle: www.wikipedia.de) Im 17. und 18. Jahrhundert lag die Gerichtsbarkeit bei der Abtei St. Matthias in Trier. Im Zweiten Weltkrieg wurde Sinz nahezu völlig zerstört und dennoch später unter großen Opfern wieder aufgebaut. Heute präsentiert es sich als schmucker Ort in schöner Lage auf den Moselterrassen mit einem 1997 fertig gestellten Bürgerhaus. Mit hohem persönlichen Einsatz wurde die ehemalige Schule umgebaut und beherbergt nun auch die Feuerwehr. Die Kath. Pfarrkirche St. Dionysius wurde ebenfalls nach dem Zweiten Weltkrieg neu errichtet. (Quelle: www.perl-mosel.de)

In Sinz befindet sich das Westwallmuseum in einem ehemaligen Bunker des Orscholzriegels. Der Bunker R53 wurde in der Zeit des Zweiten Weltkriegs gebaut und diente als Gefechtsstand. Er war gegenüber den Standardmodellen seiner Serie mit umfangreicherer Fernmeldetechnik ausgestattet und besaß vermutlich auch einen festen Stromanschluss. Nach dem Krieg sollte er, wie die Beschriftung “St“ links vom Eingang zeigt, als ständige Anlage erhalten bleiben. Die französische Besatzung, die nach Kriegsende die meisten deutschen Befestigungsanlagen in der Umgebung sprengte, verzichtete auf die Beseitigung dieses Bunkers, weil sonst die unmittelbar benachbarten Häuser gefährdet gewesen wären. Der Bunker wurde übererdet und erst 1998 wieder freigelegt. Seit 2002 ist er museumstauglich restauriert. (Quelle: www.wikipedia.de)

Nach oben

Ortsteil Tettingen-Butzdorf

Gemarkungsfläche: 4,76 km2

Einwohnerzahl: 354 Einwohner (Stand: 31.12.2008)

Tettingen-Butzdorf existierte bereits in fränkischer Zeit. 1330 hatte das Dorf schon eine eigene Kirche, deren Patronatsrechte die Besitzer von Schloss Berg ausübten. Im 30-jährigen Krieg wurde das Dorf zerstört und verlassen jedoch 1684 erneut besiedelt. Auch hier litten die Bewohner unter den verheerenden Kriegseinflüssen des 20. Jh., ein Teil der Panzersperren (Höckerlinie), welche Teil des damaligen deutschen Westwalls waren, kann heute noch besichtigt werden. Sehenswert ist auch die Pfarrkirche St. Remigius, in deren Seitenaltären und am Taufstein fünf aus dem Jahr 1601 stammende Alabasterreliefs des Trierer Bildhauers H.R. Hoffmann eingearbeitet sind. In der Ortsmitte prägt der neu gestaltete Dorfplatz das Bild. Dieser fügt sich in die gut erhaltenen dörflichen Strukturen nahtlos ein. Einen Besuch wert ist das Saarländische Brennereimuseum. (Quelle: www.perl-mosel.de)

Nach oben

Ortsteil Wochern

Gemarkungsfläche: 3,88 km2

Einwohnerzahl: 193 Einwohner (Stand: 31.12.2008)

Als Nachbarort von Tettingen, trägt Wochern seinen keltischen Namen von “Wochera“ (“an den Quellen“). Die Siedlungsspuren können bis in die Römerzeit zurückverfolgt werden. 1084 wurde das Dorf unter gleichem Namen als Besitz des Benediktiner-klosters Rettel erwähnt. Im 17. Jahrhundert bestand es aus 5 Höfen und 3 Mühlen. Die 1789 errichtete, spätgotische Kapelle St. Nikolaus und Bernhard enthält Holzfiguren der Mutter Gottes und des hl. Bernhard (18. Jh.) und an der Chorwand sind die spätgotischen Figuren des hl. Sebastian und hl. Nikolaus zu sehen. Der Ort Wochern hat sich, trotz umfangreicher Sanierungsmaßnahmen, fast unverfälscht das Bild eines typisch lothringischen Bauerndorfes bewahrt. Belohnt wurden die Bemühungen mit der Verleihung der Goldmedaille beim Landeswettbewerb “Unser Dorf soll schöner werden“ 1987 sowie Silber auf Bundesebene. Seit 1999 steht mit dem neuen Bürgerhaus ein ansprechender Rahmen zur Pflege der dörflichen Gemeinschaft zur Verfügung. (Quelle: www.perl-mosel.de)

Nach oben

Tipp des Monats

Keine Nachrichten in dieser Ansicht.

Projekte in der Region SaarObermosel

Schau- und Lehrmosterei Mettlach
Erlebbare Schulhöfe und Spielplätze
Terroir Moselle